Was ist Ripple?

In diesem Post gehen wir ausführlich auf das Thema „Was ist Ripple?“ ein.

Mit einer Marktkapitularisierung von $9,963,201,123 (Stand 12.10.2017) ist Ripple auf Platz 3 der Kryptowährungen. Doch was ist Ripple eigentlich? Eine Firma? Oder eine Währung?

Basierend auf der Idee von Ryan Fugger ist Ripple ein Open-Source- Protokoll für ein Zahlungsnetzwerk. Das Ripple-Protokoll  wurde von dem amerikanischen Unternehmen Ripple Labs entwickelt. Ripple strebt es an, ein skalierbares System zu sein, bei dem Währungen in Echtzeit getauscht werden können. So soll eine schnelle und kostengünstige Alternative zu dem bisher bekannten Zahlungsnetzwerk geschaffen werden.

Brad Garlinghouse ist der CEO von Ripple Labs. Hinter ihm steht ein Team von erfahrenen Mitarbeitern.

In diesem Video (Englisch) wird Brad Garlinghouse von „Bloomberg“ interviewt und spricht einen wichtigen Problempunkt, das langsame und veraltete Zahlungssystem an, das Ripple Labs löst.


Zu den bisherigen Kunden gehören große, namhafte Banken und Zahlungsanbieter wie UBS, Santander, AXIS BANK und der erst kürzlich hinzugekommen American Express.

Aktuell  zählt Ripple über 100 Kunden aus dem Banken und Zahlungsanbietersektor – mit steigender Tendenz.

In Ripple Labs haben bereits zahlreiche namhafte Investoren wie Google Ventures, IDG Technology Venture Investment Fund, Lightspeed Venture Partners und Santander Investiert.

Ripple Labs möchte letztendliche ein verteiltes Peer-to-Peer-Zahlungsverfahren sowie ein Devisenmarkt sein. Das Netzwerk von Ripple unterstützt jede Währung (Euro, Dollar, Yen, etc.)

Die eigene interne Kryptowährung XRP kann zur Wertaufbewahrung oder als Handelsmedium benutzt werden. Investoren können so durch den Erwerb von XRP an dem wirtschaftlichen Erfolg, ähnlich wie bei Aktien, von Ripple Anteil haben.

Das Ripple Netwerk wurde mit 100 Milliarden XRP erzeugt. 80 Milliarden XRP wurden an die Gesellschaft Ripple Labs übertragen. 55 Milliarden XRP sollen an die Nutzer des Ripple- Netzwerkes verteilt werden und die verbleibende 25 Milliarden XRP verbleiben bei Ripple Labs.

Den Ertrag schöpft Ripple nicht aus Gebühren oder aus Werbung sondern lediglich aus der Wertsteigerung der 25 Milliarden XRP. Das Ziel ist daher die die Verbreitung und Maximierung von XRP damit die Nachfrage nach Ripple (XRP) und somit auch der Wert des Unternehmens steigt.

Ein Prominenter Berater von Ripple ist der ehemalige deutsche Politiker Karl-Theodor zu Guttenberg, der seit 2014 bei Ripple arbeitet.


Die Firmengeschichte hinter Ripple

Ripple kann auf eine lange Firmengeschichte zurückblicken. Die Anfänge gingen auf das Jahr 2012 zurück. Doch die Grundidee und die Entwicklung reichen bis in das Jahr 2004 zurück. Der Entwickler Ryan Fugger hatte damals „Ripple Pay“ entwickelt.

Jedoch fand die Entwicklung damals kaum Anerkennung und es bestand kein wirkliches Interesse. Man könnte sagen dass Ripple seiner Zeit weit voraus war. Erst mit der Entwicklung des Bitcoins rückte Ripple wieder mehr in der Fokus.

Im September 2012 wurde die Entwicklung von Ripple dann unter der Leitung von OpenCoin weiter vorangetrieben. 1 Jahr später änderte „Open Coin“ dann den Namen in „Ripple Labs“.

Bildquelle: bitcoin-live.de

Ripple arbeitete auch an anderen Projekten. So arbeiteten Sie auch an der Entwicklung einer App, die jede Währung über das Iphone versenden und empfangen könnte. Jedoch wurden die Nebenprojekte dann eingestellt und Ripple konzentrierte sich komplett auf die Bankenbranchen.

Ripple Labs setzte dabei ein großes Augenmerk darauf neue und starke Partner für das Ripple-Netwerk zu gewinnen. So wurde auch die „Fidor Bank“ 2015 Kunde von Ripple. Nach und nach folgten mehr und mehr namhafte Kunden, bis Ripple im Oktober 2017 bekanntgab, nun über 100 Kunden aus der Finanzbranche zu haben.

Der 13. Juni 2017 war ein weiterer Meilenstein des Unternehmens. Das Unternehmen erhielt vom New York State Department of Financial Services eine Lizenz, die BitLizenz, für die virtuelle Währung “Ripple”.

 

So funktioniert das Ripple- Netzwerk- Was ist Ripple?

Das moderne Geldsystem basiert auf gegenseitigem Vertrauen. Wird einem Bankkunden 100 Euro gutgeschrieben, so vertraut dieser darauf, dass das Geld ihm bei Bedarf auch ausgezahlt wird. Ripple überträgt diesen Mechanismus auf das Netz: Verbindlichkeiten, die zwischen Firmen, Institutionen und Privatpersonen bestehen, werden in einem Register aufgezeichnet. Dafür steht ein Peer-to-Peer-Computer- Netzwerk zu Verfügung. Der sogenannte Konsensalgorithmus sorgt dafür, dass die verteilten Kopien immer auf dem gleichen Stand sind.

Anhand eines Schuldscheines, auch IOUSs genannt, wird festgestellt, wie viel Geld in der jeweiligen Währung die Teilnehmer einander schulden.

Von den sogenannten Ripple-Gateways werden etablierte Zahlungsmittel angenommen, für die dann IOUs (Schuldscheine) ausgestellt werden. Diese können dann bei Bedarf jederzeit eingelöst werden. Das Ripple-Gateway kann man daher mit einer Bank vergleichen. Der jedoch gravierendste Unterschied besteht darin, dass Verbindlichkeiten nicht intern in den eigenen Büchern gespeichert werden, sondern in dem Ripple-Register.

Es muss stets eine Zahlung erfolgen, um die Gateway-IOUs (Schuldscheine) einzulösen. Dies kann durch eine Überweisung oder ebenso durch einen Transfer von Bargeld erledigt werden.

Wenn Zahlungen innerhalb des Netzwerkes erfolgen, müssen die Verbindlichkeiten dann angepasst und selbstverständlich auch abgespeichert werden. Das Durchsetzen der Verbindlichkeiten ist dem System jedoch nicht möglich. Der Teilnehmer muss sich entscheiden, welchen Nutzern er bis zu welchem Maße vertraut, dass dieser seine Verbindlichkeiten auch in der gewünschten Währung und Höhe auf Verlangen hin einlöst.

Sollte zwischen dem Sender und Empfänger kein direktes Vertrauen bestehen, ermittelt das Netzwerk einen Nutzer-Pfad. Wenn bei diesem ist in den einzelnen Zwischenstationen das Vertrauen gewährleistet ist, wird die Zahlung durchgeführt. Durch das Register werden sämtliche Zahlungen miteinander verrechnet und die Zahlungen können auch außerhalb des Systems beglichen werden.

Die IOUs einer Währung können in der verteilten Devisenbörse mit IOUs in einer anderen Währung oder anderen Gateways gegenseitig getauscht werden. Sofern keine Verbindung zwischen Empfänger und Sender möglich ist, sucht das System automatisch nach einem Vertrauenspfad.

Die Schöpfer des Systems lehnen jedoch eine Art Zentralbank, durch die die komplette Währung kontroliert wird, ab.

Auf den ersten Blick kling dieses Prinzip sehr kompliziert. In der Praxis jedoch ist es recht einfach: Wird eine Reise ins Ausland geplant, so muss sich der Reisende nicht erst im Vorfeld um den Umtausch der Währung in die Landeswährung kümmern oder mit teuren Gebühren bei einer Abhebung im Zielland rechnen. Vor der Reise kann der Reisende stattdessen Ripple Coins erwerben und sich diese dann im Zielland in der jeweiligen Landeswährung auszahlen lassen. Der Nutzer kann so mit Hilfe des Ripple-Netzwerkes ohne den Umweg über eine Bank Devisenhandel betreiben.

Dank der schnellen Transaktionsgeschwindigkeit ist Ripple daher auch bei Banken selbst beliebt. Diese nutzen Ripple für Auslandsüberweisungen da in Sekundenschnelle eine Transaktion durchgeführt werden kann.

In diesem Video sehen Sie eine Live- Transaktion zwischen der ATB/ Kanada und der Resiebank/ Deutschland.

 

Die Zukunft von Ripple

Ripple ist sehr bestrebt möglichste namhafte Bankkunden als Kunden zu gewinnen. Das Ripple schon über 100 internationale Banken als Kunden verzeichnen kann ist eine enorme Leistung. Im Gegensatz zu anderen Kryptowährungen hat Ripple Labs reale Kunden und ein real funktionierendes Business. Ripple Labs ist auf einem sehr guten Weg gerade bei Auslandsüberweisungen und dem Devisenmarkt Marktführer zu werden. Sollten in näherer Zukunft auch Zentralbanken dem Ripple-Netzwerk beitreten, steht dem Unternehmen nichts mehr im Wege. Dass dies gar nicht so unwahrscheinlich ist zeigt beispielsweise das Interesse der Bank of England, Zentralbank von England. Diese hat erst kürzlich Tests in Zusammenarbeit mit Ripple durchgeführt.

Ripple verfolgt nicht, anders wie Bitcoin, das Ziel, das komplette Währungssystem zu ersetzen. Die Firma setzt eher auf eine Ergänzung und Optimierung des bereits bestehenden  Geldsystems. Doch vielleicht ist gerade dies der enorme Vorteil von Ripple- nicht ersetzen sondern zu optimieren. Wir hoffen dass wir dir zu dem Thema „Was ist Ripple“ weiterhelfen konnten.

Du willst wissen wie du in Ripple investieren kannst? Dann lese den Artikel Ripple kaufen.


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